Renten steigen um drei Prozent

Renten steigen um drei Prozent

Gute Nachricht für Senioren

Für die 21 Millionen Ruheständler in West- und Ostdeutschland gibt es ab Juli 2018 einen Zuschlag von mehr als drei Prozent. Das Regierungs-Kabinett in Berlin billigte eine entsprechende Verordnung des Bundessozialministeriums. Demnach steigen die Renten im Westen der Republik zum 1. Juli um 3,22 Prozent und im Osten um 3,37 Prozent. „Das ist kein Almosen, sondern ein hart erarbeiteter Anspruch“, so die Erste Bevollmächtigte Clarissa Bader. Die aktuelle Rentenentwicklung sei der verbesserten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit geschuldet.

Im vergangenen Jahr war die Rentenerhöhung vor allem in Westdeutschland niedriger ausgefallen. Zum 1. Juli 2017 waren die Bezüge um 1,9 Prozent im Westen und um 3,6 Prozent im Osten gestiegen. Die Renten werden entsprechend der Lohnentwicklung angepasst und weil derzeit die Löhne steigen, tun es auch die Renten. Zudem spielen die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern eine Rolle.

IG Metall: Das Rentenniveau muss wieder steigen

Wie geht es weiter mit der Rente? Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine neue Rentenkommission eingesetzt, die bis März 2020 ein Gesamtkonzept für die Alterssicherung ab dem Jahr 2025 vorschlagen soll. Die Große Koalition will das Rentenniveau, also das Verhältnis von Rente zu Durchschnittseinkommen, bis 2025 auf heutigem Niveau von 48 Prozent halten.

Vor der Aufnahme der Arbeit des Regierungs-Beratungsgremiums hat die IG Metall ein steigendes Rentenniveau in Deutschland gefordert. „Die Kommission muss die Weichen für eine verlässliche und auskömmliche Rentenversicherung stellen, auf die sich alle Generationen – auch die Jungen – verlassen können“, forderte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Dazu müsse das Rentenniveau wieder steigen. Der Schlüssel für eine solide Finanzierung der Renten liege im Arbeitsmarkt und in einer sozialstaatlichen Verteilungspolitik und „nicht in der weiteren Privatisierung der Alterssicherung“.

Foto: Treffen der DGB-Senioren in Gevelsberg – Foto: IGM-Archiv

 

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