Mehr Geld für Textiler

Mehr Geld für Textiler

Tarifabschluss: Textil- und Bekleidung

In der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie gelang der Durchbruch:
In der dritten Tarifverhandlung in Berlin konnte ein Ergebnis für die rund 100.000 Beschäftigten erzielt werden. IG Metall und Arbeitgeber einigten sich auf ein Ergebnis, das den Textilern Einmalzahlungen von insgesamt 320 Euro sowie ein zweistufiges Plus von insgesamt 4,4 Prozent sichert. Zudem gibt es mehr Urlaubsgeld und eine bessere Altersteilzeit.
Der neue Entgelt-Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und endet am 31. Januar 2019

Das Ergebnis im Detail

Ab 1. August 2017 erhöhen sich die Entgelte um 2,7 Prozent, ab 1. September 2018 um weitere 1,7 Prozent. Für Februar bis Juli erhalten die Beschäftigten in diesem Jahr monatliche Einmalzahlungen von insgesamt 320 Euro. Die Vergütungen für Auszubildende steigen überproportional: Ab 1. August bekommen die Azubis 30 Euro mehr und ab September 2018 weitere 30 Euro je Ausbildungsjahr. Für die Monate Februar bis Juli 2017 gibt es für sie monatliche Einmalzahlungen von insgesamt 160 Euro.

 Mehr Urlaubsgeld und bessere Altersteilzeit

Die IG Metall und die Arbeitgeber vereinbarten zudem mehr Urlaubsgeld und eine bessere Altersteilzeit: Für Beschäftigte, die ab 2017 in Altersteilzeit gehen, steigt die Aufzahlung auf 510 Euro. Wer ab 1. September 2018 in Altersteilzeit geht, für den erhöht sich dieser Betrag auf 535 Euro. Das Urlaubsgeld steigt in diesem Jahr um 2,5 Prozent und 2018 um zwei Prozent.

Für Heide Schnarre, Tarifsekretärin der IG Metall Nordrhein-Westfalen für die Textil- und Bekleidungsindustrie, steht fest: „Dieses Ergebnis haben wir nur mit dem Druck der 14 000 warnstreikenden Kolleginnen und Kollegen geschafft.“ Schnarre hebt vor allem die „verbesserte Altersteilzeit und die Einmalzahlungen hervor, die den niedrigen Einkommen zu Gute kommen“. Auch die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen.

 

 

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