Keine halben Sachen: „Gleichstellung ist ganze Arbeit“

Keine halben Sachen: „Gleichstellung ist ganze Arbeit“

7. März: Veranstaltung zum „Internationaler Frauentag“

Gleichstellung ist ganze Arbeit – das Motto der IG Metall für den Internationalen Frauentag in diesem Jahr. Da haben wir im Ortsfrauenausschuss (OFA) erst mal gestaunt. Was steckt hinter diesem Motto? Aber es war uns schnell klar, um eine Gleichstellung zu erreichen, haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns. Und wir wollen keine halben Sachen.

Die IG Metall setzt sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Frauen ein, aber nicht nur am 8. März, dem internationalen Frauentag, sondern 365 Tage im Jahr.

Gleichstellung heißt unter anderem:

  • gleiches Geld für gleichwertige Arbeit.
  • Perspektiven für alle.
  • Arbeit und Leben zusammen denken.

Frauen erhalten im Durchschnitt 21 Prozent weniger Entgelt als Männer. Sie arbeiten oft in Berufen und Betrieben, in denen weniger bezahlt wird. Sie erhalten nicht so oft die Chancen auf Beförderungen, sie arbeiten fast immer Teilzeit, wenn Kinder oder Angehörige zu versorgen sind, arbeiten in Minijobs. Aber auch bei gleichwertiger Arbeit, erhalten sie oft weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Durch Tarifverträge kann diese Entgeltlücke spürbar verringert werden. Betriebsratsgremien setzen sich für eine gerechte Eingruppierung ein.

Ständig steigende Anforderungen am Arbeitsplatz fordern immer mehr Qualifizierungen und Weiterbildungen, und nicht nur für Frauen. Allerdings stehen nicht allen Beschäftigten Qualifizierungsangebote zur Verfügung. Ungelernte Arbeitnehmerinnen und Teilzeitbeschäftigte werden oft bei Qualifizierungsmaßnahmen nicht berücksichtigt. Gleiche Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen ist ein Bestandteil der gleichstellungspolitischen Arbeit der IG Metall. Betriebsratsgremien müssen auf eine gerechte Verteilung der Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen achten.

Familie und Beruf, Arbeit und Leben – da passt kein „oder“ – das muss man gemeinsam denken. In den letzten Jahren hat sich da viel getan, aber es gibt immer noch viele Hindernisse. Qualifizierung, Gesundheit oder andere private Interessen, das muss mit der Familie vereinbar sein. Dafür setzt sich die IG Metall ein. Gleitzeitregelungen, flexiblere Arbeitszeiten und Regeln durch Betriebsvereinbarungen können in den Betrieben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten.

Aber nicht nur die IG Metall oder die Betriebsratsgremien sind in der Verantwortung, auch die Mitarbeiterinnen müssen nachfragen und entsprechende Forderungen stellen. Sie sollen nicht darauf warten, bis Betriebsratsgremien oder die IG Metall Verbesserungen erreichen bzw. Arbeitgeber von sich aus etwas anbieten. Wichtig ist, dass Frauen selbstbewusster auftreten, sie bringen genauso gute Leistungen, wie ihre männlichen Kollegen. Sie sind wichtig in unserer Gesellschaft und Gleichstellung sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber Gleichstellung ist noch ein harter Weg und wie das Motto lautet:

Gleichstellung ist ganze Arbeit!

Und wir sagen so lange das Gleiche, bis wir es bekommen.

Weitere Informationen zu den Themen findet ihr auf der Internetseite:

http://www.gleichstellung-ist-ganze-arbeit.de/

Unter dem Motto „Keine halben Sachen – Gleichstellung ist ganze Arbeit“ findet am 7. März 2017 die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag statt.

„An den Haaren herbeigezogen…“ Der Kult-Chor „Chorale Feminale“ aus Essen-Rüttenscheid eröffnet im IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel einen Friseur-Salon. Hier treffen sich 17 Frauen mit ihren Gästen und bringen kabarettistisch rüber, was Frau so unterm Pony hat. Köpfe werden gewaschen, geföhnt und gegen den Strich gebürstet. Themen des Lebens werden hoch toupiert oder abrasiert, kommentiert und zu Locken gedreht. Der Besuch dieses Friseur-Salons lohnt sich.

Bevor die Haare zu Berge stehen, verteilen unsere Kolleginnen vom Frauenausschuss ein Gläschen Sekt zum Anstoßen, begrüßt die IG Metall-Bevollmächtigte Clarissa Bader alle Frauen und Männer und referiert Vanessa Barth aus Frankfurt/Main zum Thema  „Keine halben Sachen: Gleichstellung ist ganze Arbeit“ – das Motto der IG Metall zum Internationalen Frauentag 2017. In den Pausen kann frau an Info- und Bücherständen sowie den Auslagen des Eine-Welt-Laden „El Camino“ stöbern.

„… und jeder hört uns singen Brot und Rosen“

Der internationale Frauentag ist seit über 100 Jahren ein wichtiger Tag im Kampf der gewerkschaftlich organisierten Frauen um Gleichberechtigung im Arbeitsleben und in der Gesellschaft. Doch gerechte Bezahlung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Recht auf Weiterbildung bzw. der Anspruch auf Rückkehr vom Teilzeitjob zum Vollzeitjob sind nicht nur wichtige Themen an diesem Tag, sondern dafür streiten die IG Metallerinnen das ganze Jahr.

„Wenn wir zusammengehen, geht mit uns ein schöner Tag“, heißt es im Lied Brot und Rosen. Wir wollen an diesem Tag unsere Forderungen deutlich machen und gemeinsam feiern, damit es künftig viele schöne Tage gibt.

Also: Kommt doch einfach vorbei. Gönnt euch eine entspannte Auszeit vom Alltag.

Wann und wo?
Dienstag, 07. März 2017

Beginn: 19.00 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr,
Saal des IG Metall- Bildungszentrum Sprockhövel, Otto Brenner-Straße 100

Eintritt frei